Informationen für Unternehmen in den Landkreisen Lörrach und Waldshut:

In enger Kooperation mit dem Landratsamt Lörrach und der Arbeitsagentur Lörrach veröffentlicht die Fachkräfteallianz Südwest Informationen zum Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge in den Landkreisen Lörrach und Waldshut.

Darüber hinaus informieren wir Sie an dieser Stelle auch über Projekte unserer Mitglieder.

„Migranten integrieren in Kultur und Arbeit“ – unter diesem Motto steht die vom Landkreis Waldshut initiierte und finanzierte Integrationsmaßnahme für Flüchtlinge im Landkreis Waldshut.

Auslöser für die Maßnahme waren erste Versuche der direkten Arbeitsmarktintegrationen von Asylbewerbern, die sich aus unterschiedlichsten Gründen als sehr problematisch erwiesen hatten.

Die Integrationsmaßnahme verfolgt daher die Ziele

  • Asylbewerbern mit hoher Bleiberechtswahrscheinlichkeit eine frühe Chance auf Integration in den Arbeitsmarkt und damit auch in die Gesellschaft zu ermöglichen,
  • Arbeitgebern im Landkreis geeignete Arbeitskräfte zu vermitteln, um den bestehenden hohen Bedarf decken zu können,
  • den Menschen die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes, von staatlichen Leistungen unabhängiges Lebens zu ermöglichen.

Die Maßnahme gliedert sich in ein „Integrationsbüro Arbeit“ und in zwei „Arbeitsintegrationskurse“. Durchgeführt wird die Integrationsmaßnahme von der GWA gemeinnützige GmbH in Waldshut.

Im Integrationsbüro erfolgt für 200 Personen ein Profiling zu den persönlichen Stärken und Schwächen, schulischen und beruflichen Erfahrungen, sowie möglichen Arbeitsbereichen. Sofern möglich, werden hier bereits Praktikums- bzw. Arbeitsstellen vermittelt. Je nach Eignung werden je 20 Personen für die beiden nacheinander stattfindenden 3 monatigen Arbeitsintegrationskurse ausgewählt.

Die Arbeitsintegrationskurse beinhalten Integrationsbausteine mit Inhalten, wie „Deutschland und seine Regionen“, „deutsche Kultur“, „der Regionale Arbeitsmarkt“, „Erwartungen der Arbeitgeber“, „Arbeitskultur“ (Pünktlichkeit, Arbeitszeit, Engagement, etc.), kombiniert mit einem einfachen arbeitsbezogenem Deutschunterricht, begleitetem Praktikum, einem persönlichen Coaching mit Eignungsfeststellung und Vermittlung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Der Theorieteil des ersten Integrationskurseswird durch betriebliche Erprobungen in der praktischen Anwendung ergänzt.

Erste Erfahrungen zeigen, dass viele der Flüchtlinge zwar keine abgeschlossene Berufsausbildung vorzuweisen haben, jedoch mit guten praktischen Erfahrungen und Fähigkeiten überzeugen können.

„Wir bauen Brücken zwischen Arbeitgebern und Migranten“, so das Motto der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MiKA, die Ansprechpartner rund um das Thema „Arbeit und Integration“ für Betriebe, Flüchtlinge und Helferkreise sind. „Es spricht sich so langsam bei Unternehmen und Flüchtlingen herum, dass das Arbeitsintegrationsbüro ein kompetenter Ansprechpartner am regionalen Arbeitsmarkt ist“, führt Herr Waidelich, Geschäftsführer der GWA aus.

Interessierten stehen zum Thema “Integration und Arbeit von Flüchtlingen“ Herr Harry Amann, Tel.: 07751/8302229 und Herr Jens Wiedmann, Tel.: 07751/8302232 zur Verfügung.

Die GWA gemeinnützige GmbH ist seit über 20 Jahren ein Engagement des Landkreises Waldshut und der Handwerkskammer Konstanz zur beruflichen Orientierung, Qualifizierung und Vermittlung Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt.

Das Ziel des Kontaktstudiums ist die Herstellung der Studierfähigkeit von Geflüchteten für ein Studium in Deutschland und insbesondere für ein duales Bachelorstudium an der DHBW Lörrach. Zielgruppe des Programms sind Geflüchtete mit potentieller Studierfähigkeit und Bleibeperspektive in Deutschland sowie idealerweise Sprachkenntnissen in Englisch oder Französisch als Brücke zum Erwerb der deutschen Sprache.

Insbesondere für die „duale Studierfähigkeit“ ist nicht nur eine fachliche und kulturelle Annäherung erforderlich, sondern auch die Herstellung der Anschlussfähigkeit an die Anforderungen der Unternehmensrealität im Dreiländereck. Das Konzept des Lörracher Kontaktstudiums Bachelor beinhaltet demnach folgerichtig auch eine Dualität aus Theorie- und Praxisphase. Der dreimonatige Theorieblock beginnt im Oktober. Neben dem Schwerpunkt der Sprachausbildung wird ein Propädeutikum angeboten, das verpflichtende Elemente in Wirtschafts- und Gesellschaftslehre und Mathematik sowie Wahlelemente in den Bereichen Technik, Informatik und Naturwissenschaften enthält.

Das Lern- und Lehrprogramm wird durch ein Tandemmodell begleitet, bei dem jeder Geflüchtete im Kontaktstudium für die Theoriephase einen Paten-Kurs der DHBW mit 30 Studierenden bekommt. Mit diesem Tandemmodell soll die Entwicklung der Sprachkompetenz sowie die fachliche und gesellschaftliche Integration der Studierenden beschleunigt werden.

Ausführliche Informationen auf der Webseite der DHBW Lörrach -> weiter

  • Potentiale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen [Angentur für Arbeit, PDF]
  • Sie möchten einen Flüchtling einstellen? Bei uns sind Sie richtig [Agentur für Arbeit, PDF]
  • Praktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen [Agentur für Arbeit, PDF]
  • Arbeitsmarktzugang für geflüchtete Menschen [BAMF, Link]
  • Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: Informationen nach Berufen [Bundesministerium für Bildung und Forschung, Link]

Ihnen fehlen Informationen?

Setzen Sie sich mit  uns in Verbindung: info@fachkraefteallianz-suedwest.de