150.000 Euro im Fördertopf / Antragstellung bis 10. Februar

Für das Jahr 2018 stellt der Landkreis zum dritten Mal in Folge 150.000 Euro zur Förderung von Integrationsprojekten für Menschen mit Migrationshintergrund zur Verfügung. Städte, Gemeinden, die Liga der freien Wohlfahrtsverbände und Vereine können bis zum 10. Februar entsprechende Anträge beim Landkreis stellen. Wie schon in den letzten beiden Jahren, können auch dieses Jahr Mittel für den Einsatz von Stadtteileltern auf Stadt- oder Gemeindeebene oder für sonstige niederschwellige Integrationsprojekte beantragt werden. Über die eingegangenen Anträge soll Ende Februar entschieden werden.

Stadtteileltern

Stadtteileltern sollen die bestehenden Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Migrationshintergrund erschließen und möglichst optimal nutzbar machen. Dies erhöht die Effizienz des bestehenden Hilfesystems.
Stadtteileltern stellen Kontakte zu Familien mit Migrationshintergrund und unterschiedlichen Problemlagen her und bauen Vertrauen auf. Dabei wird informell und alltagsgebräuchlich über das Leben in Deutschland informiert. Bei Bedarf soll auch eine Begleitung zu Gesprächen, unter anderem in Kindergärten und Schulen sowie bei Behörden und Ärzten erfolgen. Dabei sollen die Eltern und Jugendlichen so gestärkt werden, dass sie zielgerichtet eine professionelle Beratung aufsuchen und bestehende Förderangebote in Anspruch nehmen. Hierbei sind die Stadtteileltern nur unterstützend und vermittelnd tätig. Ziel ist, bestehende Hemmschwellen dauerhaft abzubauen.

Sonstige Integrationsprojekte

Die sogenannten „sonstigen Integrationsprojekte“ sollen für Menschen mit ausländischen Wurzeln und Einheimische Räume zur Begegnung und zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben schaffen. In Kooperation mit vorhandenen Akteuren vor Ort (unter anderem Kommune, Jugendsozialarbeit, Vereine, Schulen) sollen attraktive Angebote für unterschiedliche Zielgruppen gemacht werden. Maßnahmen können aus den folgenden Bereichen sein: Kreativprojekte, Sportangebote, freizeitpädagogische Maßnahmen, verknüpft mit suchtpräventiven und integrativen Inhalten, Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten. Der offene Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und der niederschwellige Zugang zu den Projekten sollen die Zugehörigkeit zum lokalen Umfeld stärken, den Zusammenhalt fördern sowie Fremdenfeindlichkeit entgegenwirken.

Nachdem weniger Geflüchtete in den Landkreis kommen, treten nun vermehrt Aspekte der Aufnahme und Integration in den Vordergrund. Hierbei sind kreative Ansätze und innovative Vorgehensweisen gefragt, die sowohl die neu zugewanderten Mitmenschen ansprechen und einbeziehen sowie gleichzeitig auf das Wissen und die Erfahrungen der hier sesshaft Gewordenen und Einheimischen zurückgreifen. Mit einer Förderung durch den Landkreis erhalten diese Ideen eine Chance und leisten einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in den Kommunen.